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Theater der Pflanzen

Piet Oudolf
Gross.Max

Im Rahmen des Emscher-Umbaus zurück in einen naturnahen Zustand und dem unterirdischen Bau eines riesigen Abwasserkanals wurden in den 1990er Jahren zahlreiche kleinere Kläranlagen entlang des Flusses stillgelegt. Dazu gehörte 1997 auch die Anlage im Stadtteil Bottrop-Ebel, wo die Berne in die Emscher mündet. Sie sollte als Alternative zum Abriss nicht nur als Industriedenkmal erhalten werden, sondern auch mit einer neuen Funktion als Parkanlage mit Aufenthaltsqualität insbesondere für die Anwohnerschaft überschrieben werden. Das Landschaftsarchitekturbüro David | Terfrüchte + Partner legte hierfür die Gesamtplanung vor, die anlässlich der Emscherkunst-Ausstellung 2010 um künstlerische Interventionen ergänzt wurde.

Der Gartenkünstler Piet Oudolf realisierte gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten GROSS.MAX die Arbeit »Theater der Pflanzen«. Das Konzept basiert auf einer Umnutzung der beiden ehemaligen runden Klärbecken. Während das eine mit Wasser gefüllt bleibt, entwarfen Oudolf und GROSS.MAX für das andere einen begehbaren Senkgarten. Dazu wurde das Becken mit Erde verfüllt und eine Pflanzenkomposition aus Stauden und Gräsern angelegt. Wege und Sitzgelegenheiten strukturieren den Garten in einer Art Labyrinth. Oudolf wählte die unterschiedlichen Pflanzensorten vor allem nach ästhetischen Gesichtspunkten aus, welche die jeweiligen Zustände zu den verschiedenen Jahreszeiten berücksichtigen. Die Beete sind dabei in Clustern angelegt, in denen sich verschiedene Staudenarten und Gräser wiederholen, jedoch immer eine Sorte dominant ist und das Bild bestimmt. Aufgrund der Arbeit mit mehrjährigen Pflanzensorten wird Oudolf in der Gartengestaltung auch dem sogenannten »New Perennial Movement« zugerechnet, das eine nachhaltige Gartenbewirtschaftung verfolgt. Im BernePark kalkuliert dieses Konzept vor allem die regelmäßigen Besuche der Bewohner:innen des Stadtteils ein, die stets ein neues, dem Wandel der Natur folgendes Bild erleben können.

Adresse
Ebelstraße 25 a
46242 Bottrop
ÖPNV

Von Bottrop Hbf. mit Bus 261 (Richtung BOT Bergbaustr.) bis zur Haltestelle BOT Bergbaustr. oder SB16 (Richtung Essen Hauptbahnhof) bis zur Haltestelle Bottrop Ebel, weiter ca. 450 m zu Fuß.


MATERIAL
landschaftsarchitektonische Gestaltung beider Klärbecken mit über 21.000 Stauden und Pflanzen
Durchmesser der Klärbecken je 73 Meter

Der BernePark zur Emscherkunst 2013.

Im Oktober 2020 war der »Emscherkunstweg: Vor Ort« im BernePark und zeigte den Dokumentarfilm »Five Seasons: The Gardens of Piet Oudolf«.

 

»Für mich geht es bei Gartendesign nicht nur um die Pflanzen, sondern um Emotion, Atmosphäre, ein Empfinden von Kontemplation.«

Piet Oudolf

Piet Oudolf

Der Gartenkünstler Piet Oudolf (*1944 in Haarlem, NL) wandte sich im Alter von 25 Jahren dem Gartenbau und der Landschaftsarchitektur zu. Bis 2010 betrieb er zusammen mit seiner Frau Anja Oudolf eine Ziergärtnerei und einen Schaugarten in Hummelo nahe Arnheim. Zunächst vom strengen Stil der niederländischen Gartengestalterin Mien Ruys beeinflusst, entwickelte er im Laufe der Zeit einen naturalistischeren, malerischen Stil und etablierte ein naturnahes Gartendesign. Zu seinen wichtigsten Werken gehören der »Garden of Remembrance« im Battery Park und die Gestaltung der High Line in New York. In Deutschland gestaltete er unter anderem Gärten im Maximilianpark in Hamm sowie in Bad Driburg.

Das Landschaftsarchitekturbüro GROSS.MAX wurde 1995 von Eelco Hoftmann und Bridget Baines in Edinburgh gegründet. Sie entwickeln sowohl städtebauliche als auch regional- und landschaftsplanerische Strategien und erarbeiten Entwurfsprojekte für öffentliche Parks und urbane Platzanlagen.

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