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Kunstpause

atelier le balto

Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto verwandelte für die Emscherkunst 2016 einen großen, verwilderten Haselnusshain in der Nähe eines Autobahnzubringers in Dortmund in einen Ort zum Verweilen am Ufer der Emscher. Bei der landschaftsgärtnerischen Gestaltung wurde der ursprüngliche Charakter des Ortes erhalten, wobei atelier le balto mittels gezielter Wegnahme und Hinzufügung des Bewuchses skulpturale Akzente setzten. Die Fläche im und rund um den Haselnusshain wurde außerdem mit hölzernen Stegen, Plattformen und Staketenzäunen strukturiert.
Die Künstler:innen entdeckten diesen speziellen Ort in Dortmund auf einer Erkundungsradtour entlang der Emscher. Angesprochen hatte sie zunächst der Haselnusshain, der aus mehreren großen Büschen bestand und ihnen wie eine natürlich gewachsene räumliche Architektur erschien. Außerdem fiel auf, dass der Ort – obwohl auf den ersten Blick recht unwirtlich – stark frequentiert wurde. Er befindet sich zwischen einem Industriegebiet und dem Dortmunder Hafenareal und ist dabei nicht weit von der Innenstadt entfernt.

Blick Richtung Brücke mit Trampelpfad und Staketenzaun und einer Holzplattform links im Bild.

Atelier le balto bezeichnen diesen Ort selbst als eine Art Prototyp des vom Ethnologen Marc Augé etablierten ›Nicht-Orts‹. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema stellt häufig den Kontext für ihre künstlerische Arbeit dar. Der Unort ist hier jedoch zugleich ein Ort des Transits: Unter einer sechsspurigen Straße und zweispurigen Bahntrasse gelegen wird er zudem von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zum Fortkommen zwischen dem ehemaligen Abwasserkanal Emscher und einer weiteren mehrspurigen Autostraße genutzt.

Blick in den Haselnusshain, der über Holzstege begehbar ist.

Über Stege gelangt man ins Innere des Haselnusshains. Plattformen laden zum Verweilen ein.

Mit ihrer einfachen wie prägnanten Geste hat das Kollektiv dem vorher undefinierten Raum eine neue Zuschreibung gegeben: Aufenthaltsqualität. Die Holzeinbauten aus Stegen und Terrassen lassen die Passant:innen innehalten und machen den Ort erfahrbar. Lässt man sich leiten, so gelangt man ins Innere des Haines und erlebt neben dem Perspektivwechsel zugleich eine veränderte Akustik. Plötzlich sind die Auto- und Bahngeräusche leiser. Nahe der Emscher ermöglicht ein tribünenartiger Aufbau einen vorsichtigen Blick auf das hier bereits renaturierte Gewässer.

Adresse
Huckarder Straße 197/ unter der Mallinckrodtstraße
44369 Dortmund
ÖPNV

Von Dortmund Hbf. mit U47 (Richtung DO-Westerfilde S U) bis Haltestelle Insterburger Str., weiter ca. 450 m zu Fuß.


Blick in den Haselnusshain, der über Holzstege begehbar ist.

MATERIAL
Gelände mit Staketenzäunen, Holzterrassen und -stegen
Maße Gelände: ca. 10 000 m²

EMSCHERGRAM.
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»Wie es sich anfühlt eine ›Kunstpause‹ zu machen: einfach tief Luft holen und anhalten! Rasch stellt sich das Gefühl ein, als stehe die Zeit still; man sieht die Dinge anders. Dieses Gefühl möchten wir mit unserem Werk […] erzeugen.«

atelier le balto

atelier le balto

Véronique Faucheur (*1963 in Oran, FR) und Marc Pouzol (*1966 in Bourg-la-Ceine, FR) sind zusammen atelier le balto. Realisiert wurde die Arbeit „Kunstpause“ mit Marc Vatinel (*1967 in Lille, FR). Der Schwerpunkt des in Berlin ansässigen Kollektivs liegt auf der Transformation von öffentlichen Orten. Ihre Arbeit kennzeichnen minimale bauliche und gärtnerische Eingriffe in das Vorgefundene. Auf diese Weise erschließen sie oftmals abgeschottete, verwilderte oder brachliegende innerstädtische Grünflächen aber auch Gärten und Parkanlagen, geben ihnen eine neue Ästhetik und machen sie der Öffentlichkeit (neu)erfahrbar.

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