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CATCH AS CATCH CAN

Mischa Kuball
Lawrence Weiner

Anlässlich der Emscherkunst-Ausstellung 2010 wurden die beiden Künstler Mischa Kuball und Lawrence Weiner jeweils für einen Beitrag eingeladen. Ihre Zusammenarbeit entwickelte sich erst bei den Vorbereitungen und Planungen auf der ehemaligen Kläranlage Bottrop-Ebel und so entstand das Gemeinschaftswerk »CATCH AS CATCH CAN«.

Der heutige BernePark hatte es damals vielen Künstler:innen sofort angetan. Mit Piet Oudolf & Gross.Max und Andreas Strauss sind dort seitdem fünf künstlerische Positionen vertreten. Verbindet man mit dem Ruhrgebiet vor allem stillgelegte Zechen und Stahlwerke, so gehören Klärwerke zu den eher ungewöhnlicheren ehemaligen Industriestandorten, die eine neue Nutzung als öffentlich zugängliche Parks und zugleich Denkmäler erfahren haben. In der gesamten Region waren sie bis in die 1990er Jahre essentieller Bestandteil des überirdischen Abwassersystems Emscher, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Schmutzwasserzufuhr und -verarbeitung aus Industrie und Privathaushalten regelte und so auch für die Eindämmung von Seuchen wie Typhus und Cholera sorgte.

In einem der Klärbecken hat Piet Oudolf mit Gross.Max das »Theater der Pflanzen« realisiert. Die Lichtinstallation von Mischa Kuball ist in beiden Beckenrändern installiert.

Adresse
Ebelstraße 25 a
46242 Bottrop
ÖPNV

Von Bottrop Hbf. mit Bus 261 (Richtung BOT Bergbaustr.) bis zur Haltestelle BOT Bergbaustr. oder SB16 (Richtung Essen Hauptbahnhof) bis zur Haltestelle Bottrop Ebel, weiter ca. 450 m zu Fuß.


Unter einem gemeinsamen Titel haben die beiden Künstler in denen für sie typischen Medien Licht und Text eigenständige Werke geschaffen, die in einen Dialog miteinander treten. Mischa Kuballs Lichtinstallation illuminiert bei Dunkelheit die beiden ehemaligen Klärbecken der Anlage mit einem Lichtspiel entlang der Beckenränder, in dem jeweils ein weißer Lichtpunkt die Becken umrundet. Die Dynamik des Lichts wird in dem schwungvollen, auf einem leichten Drahtgeflecht aufgebrachten Schriftzug CATCH AS CATCH CAN von Lawrence Weiner aufgegriffen, der ursprünglich auf dem Hauptdach des Betriebsgebäudes installiert war. Aufgrund der Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes musste das Objekt weichen und befindet sich seit 2020 auf dem Flachdach des halbrunden Vorbaus. Ironisch überschreibt Weiner damit das gesamte Gelände der ehemaligen Kläranlage mit einem »Nimm es, wie es kommt!«. In der für den Künstler charakteristischen Art und Weise arbeitet Weiner mit Text und Schrift, in diesem Fall in Form einer Retrowerbetafel, die stilistisch auf die 1950er/-60er zurückgeht und sich damit auf die Entstehungszeit des Betriebsgebäudes bezieht. Heute erfreut sich der BernePark großer Beliebtheit als Naherholungs- und Kunstort.

Die Lichtinstallation ist zurzeit außer Betrieb, eine Modernisierung ist für 2021 geplant.

MATERIAL
Rotierende Lichtinstallation in beiden Klärbecken, Schriftzug auf ehemaligem Betriebsgebäude
LED-Lichtröhren, verzinktes Aluminium

CATCH AS CATCH CAN,
Rotating words,
Spinning thoughts,
Lights are changing!

CATCH CATCH,
What you can’t keep,
Not longer than a glimpse,
Or a twinkle of your eyes

NIMM ES WIE ES IST,
If you can!
In Bottrop-Ebel,
Somewhere or Anywhere,
CATCH AS CATCH CAN.

Mischa Kuball/Lawrence Weiner, März 2013

Mischa Kuball

Mischa Kuball (*1959 in Düsseldorf, DE) arbeitet als konzeptueller Medienkünstler hauptsächlich mit dem Material Licht. In seinen Werken beschäftigt er sich oft mit historisch oder architektonisch bedeutsamen Orten im urbanen Kontext. Er ist mit zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum in der Emscherregion vertreten, darunter »Yellow Marker« (2000) in Bönen und Kamp-Lintfort, »Blaues Lichtoval« (1999) in Herne und der Schriftzug »Kunstsammlungen Uni Bochum« (2003).

Lawrence Weiner

Lawrence Weiner (*1942 in New York, US) gehört zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Konzeptkunst, die in den 1960er Jahren aufkam. Oftmals formal am Minimalismus angelehnt, bestehen Weiners Werke für den öffentlichen Raum vorwiegend aus Text und Schriftzeichen, die sich stets auf den Ort beziehen. Eine weitere Arbeit von ihm in der näheren Umgebung befindet sich auf dem Campus der Ruhr-Universität in Bochum: »&so weiter« (2010).

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