SEAR

CH

0 Results
74

Neustadt

Julius von Bismarck
Marta Dyachenko

Julius von Bismarck ist als einer der ersten Künstler:innen eingeladen worden, für den 2019 entstandenen Emscherkunstweg ein neues Werk zu entwickeln. Gemeinsam mit der Künstlerin und Architektin Marta Dyachenko entwarf er die Installation Neustadt, die sich auf einer Grünfläche zwischen der Alten Emscher, dem Fahrradweg »Grüner Pfad« und
der Autobahn A42 im Landschaftspark Duisburg-Nord befindet. Insgesamt 23 Skulpturen bilden eine fiktive Stadt, die sich im Maßstab 1:25 aus verschiedenen realen Gebäuden zusammensetzt, die seit der Jahrtausendwende im Ruhrgebiet abgerissen wurden. Die Auswahl der Gebäudetypen und Bauaufgaben folgte dabei keinem strengen System, sondern vielmehr ästhetischen, skulpturalen Kriterien und
dem Wunsch, einen Querschnitt des lokalen Städtebaus aufzuzeigen. Neben einem Essener Mietshaus aus der Gründerzeit steht hier beispielsweise der Wohnkomplex einer einstigen Modellsiedlung in Marl aus dem Jahr 1965, weitere Wohneinheiten im Plattenbaustil erzählen von der Sozialgeschichte der 1970er Jahre. Die Paulskirche aus Duisburg oder die Kirche St. Josef aus Essen-Kupferdreh, die 1904 im neugotischen Stil fertiggestellt und 2015 abgerissen wurde, stehen beispielhaft für
den gesellschaftlichen Wandel, der sich auch in den Glaubensgemeinschaften zeigt. Die Volkshochschule in Essen mit ihrer besonderen stufenförmigen Architektur und den Waschbeton-Reliefs an der Fassade oder das Hallenbad in Marl — einst gefeierte Architekturen der
Nachkriegsmoderne — lassen Fragen nach dem Verhältnis von Erhalt und Abriss aufkommen. 

Bilder vom Emscherkunstweg Standort Landschaftspark Duisburg Nord

Die skulpturale Installation ist bewusst in die scheinbar brachliegende, tatsächlich jedoch im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park in den 1990er Jahren angelegte Landschaft auf der Fläche integriert und reflektiert so — neben bemerkenswerten Maßstabsverschiebungen — auch das Verhältnis zwischen Natur und Kultur. Neustadt weckt zahlreiche Assoziationen und Erinnerungen und lädt gleichzeitig dazu ein, sowohl städtebaulichen als auch ökologischen Fragestellungen nachzugehen, die sich ebenfalls im Wandel des Ruhrgebiets und dem Emscher-Umbau widerspiegeln.

Beim Bau von »Neustadt« von Julius von Bismarck in Zusammenarbeit mit Marta Dyachenko wurde die Emschergenossenschaft von der Kramer Gruppe Dortmund und BERDING BETON unterstützt.

Bilder vom Emscherkunstweg Standort Landschaftspark Duisburg Nord

Alle Gebäudeskulpturen und ihr jeweiliges Original als →  PDF-Übersicht

Schön von oben: Die Kunstwerke des Emscherkunstwegs lassen sich auch aus der Luft bestaunen.

Filmkonzept, Kamera, Drohne & Postproduktion: Gionik Media GmbH, Dirk Gion Opterix, Johannes Kassenberg; Musik & Sounddesign: Samuel Brözel

Address
Emscherstrasse 71
47137 Duisburg
Public transport

From Duisburg Hauptbahnhof (main station), take the 903 tram (towards Dinslaken station) to the stop at Theodor-Heuss-Strasse, then continue on foot for about 200 m, before turning left onto the »Grüner Pfad« (Green trail), passing beneath the motorway underpass.

The artwork is located between the Landschaftspark Duisburg-Nord, the Emscherpromenade and the »Grüner Pfad«, in northeast of the big parking spot.


Map
Bilder vom Emscherkunstweg Standort Landschaftspark Duisburg Nord

MATERIAL
Installation in several parts, consisting of 22 sculptures of buildings
Concrete, steel, stainless steel, acrylic glass, variable dimensions

Als Teil des künstlerischen Konzepts wurden die Gebäudeskulpturen per Binnenschiff von Berlin nach Duisburg transportiert.

Gemeinsam mit eröffneten die Kooperationspartner das Werk im April 2021: Prof. Dr. Uli Paetzel, Marta Dyachenko, Britta Peters,  Dr. Vera Battis-Reese, Julius von Bismarck, Karola Geiß-Netthöfel (v.l.n.r.).

EMSCHERGRAM.
JOIN IN AND UPLOAD YOUR OWN PICTURES TO THE GALLERY.

»I think a lot about aesthetics in public space and the question of who decides what looks how and what effect it has on the people who live in that space.«

Julius von Bismarck

Julius von Bismarck

Julius von Bismarck (*1983 in Breisach am Rhein, Germany) studied visual communication at the Berlin University of Arts, participated in the MFA Programme at Hunter College New York, as well as studying at Ólafur Elíasson’s Institute for Spatial Experiments. Among the awards he has received are the IBB Photography Award (Berlin), the Golden Nica des Prix Ars Electronica (Linz), the Prix Ars Electronica Collide@CERN (Linz) and the “Junge Stadt sieht junge Kunst” (A young city sees young art) award (Wolfsburg). Julius von Bismarck works on the boundaries between art, science and technology. He investigates the perception, manipulation and documentation of natural phenomena, but also issues of urban space.

Marta Dyachenko

Marta Dyachenko (*1990 in Kiev, Ukraine) studied architecture and fine arts, specialising in sculpture at the Berlin University of Arts, among others under Arno Brandlhuber and Manfred Pernice. Her installations frequently involve interventions in landscape settings with model-like sculptures. In her artistic work a predominant role is played by her preoccupation with the relationship between nature and human activity, particularly our socially constructed view of landscape.

{{ month }}

What Where
{{ getTranslated(month.month) }}
{{ city }}
{{ cat }}
We are looking forward to see you soon!

{{ event.post_title }}

{{event.event_time}}

{{ event.event_street }}

{{ event.event_plz }} {{event.event_city }}

{{ event.event_address }}

Booked up

More
All events
Privacy Overview

This website uses cookies so that we can provide you with the best user experience possible. Cookie information is stored in your browser and performs functions such as recognising you when you return to our website and helping our team to understand which sections of the website you find most interesting and useful.