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Kunstpause

atelier le balto

Aus Sicherheitsgründen wurde die Installation »Kunstpause« am Emscherkunstweg leider im August 2024 abgebaut. Das Lärchenholz der Konstruktion aus Stegen und Terrassen ist von einem Pilz geschädigt worden, Ursachen hierfür sind das Alter des Holzes und die feuchte Witterung. Der Haselnusshain ist weiterhin begehbar und alle Beteiligten prüfen, wie eine Zukunft für Ort und Werk aussehen kann.

Das Berliner Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto verwandelte für die Emscherkunst 2016 einen großen, verwilderten Haselnusshain in der Nähe eines Autobahnzubringers in Dortmund in einen Ort zum Verweilen am Ufer der Emscher. Bei der landschaftsgärtnerischen Gestaltung wurde der ursprüngliche Charakter des Ortes erhalten, wobei atelier le balto mittels gezielter Wegnahme und Hinzufügung des Bewuchses skulpturale Akzente setzten. Die Fläche im und rund um den Haselnusshain wurde außerdem mit hölzernen Stegen, Plattformen und Staketenzäunen strukturiert.
Die Künstler:innen entdeckten diesen speziellen Ort in Dortmund auf einer Erkundungsradtour entlang der Emscher. Angesprochen hatte sie zunächst der Haselnusshain, der aus mehreren großen Büschen bestand und ihnen wie eine natürlich gewachsene räumliche Architektur erschien. Außerdem fiel auf, dass der Ort – obwohl auf den ersten Blick recht unwirtlich – stark frequentiert wurde. Er befindet sich zwischen einem Industriegebiet und dem Dortmunder Hafenareal und ist dabei nicht weit von der Innenstadt entfernt.

Atelier le balto bezeichnen diesen Ort selbst als eine Art Prototyp des vom Ethnologen Marc Augé etablierten ›Nicht-Orts‹. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema stellt häufig den Kontext für ihre künstlerische Arbeit dar. Der Unort ist hier jedoch zugleich ein Ort des Transits: Unter einer sechsspurigen Straße und zweispurigen Bahntrasse gelegen wird er zudem von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zum Fortkommen zwischen dem ehemaligen Abwasserkanal Emscher und einer weiteren mehrspurigen Autostraße genutzt.

Über Stege gelangt man ins Innere des Haselnusshains. Plattformen laden zum Verweilen ein.

Mit ihrer einfachen wie prägnanten Geste hat das Kollektiv dem vorher undefinierten Raum eine neue Zuschreibung gegeben: Aufenthaltsqualität. Die Holzeinbauten aus Stegen und Terrassen lassen die Passant:innen innehalten und machen den Ort erfahrbar. Lässt man sich leiten, so gelangt man ins Innere des Haines und erlebt neben dem Perspektivwechsel zugleich eine veränderte Akustik. Plötzlich sind die Auto- und Bahngeräusche leiser. Nahe der Emscher ermöglicht ein tribünenartiger Aufbau einen vorsichtigen Blick auf das hier bereits renaturierte Gewässer.

 

Zwischen 2016 und 2021 hat sich die Vegetation stark verändert und auch der Ort selbst hat neue Zuschreibungen bekommen. So befindet sich nun in direkter Nachbarschaft zur Kunstpause eine Skateanlage mit der Skulptur Die Bühne des Künstlers Roberto Cuellar. Diese Veränderungen waren der Anlass für atelier le balto, 2022 eine größer angelegte gestalterische Überarbeitung durchzuführen, die neue Bezugspunkte zur Umgebung eröffnet.

Schön von oben: Die Kunstwerke des Emscherkunstwegs lassen sich auch aus der Luft bestaunen!

Credits: Filmkonzept, Kamera, Drohne & Postproduktion: Gionik Media GmbH, Dirk Gion Opterix, Johannes Kassenberg; Musik & Sounddesign: Samuel Brözel 

Address
Huckarder Strasse 197/ Mallinckrodtstrasse
44369 Dortmund
Public transport

From Dortmund Hauptbahnhof (main station) take the U47 (towards DO-Westerfilde S- & U-Bahn) to the stop Insterburger Strasse, then continue on foot for about 450 m.


Map

MATERIAL
Area with palisade (stakewall) fencing, wooden terracing and steps
Dimensions area: approx. 10 000 m²

»How it feels to take an ›art break‹: just take a deep breath and stop! The feeling quickly arises as if time had stood still; you see things differently. We want to create this feeling with our work [...].«

atelier le balto

atelier le balto

Véronique Faucheur (*1963 in Oran, FR) and Marc Pouzol (*1966 in Bourg-la-Ceine, FR) are the two members of atelier le balto. »Kunstpause« was realised in collaboration with Marc Vatinel (*1967 in Lille, FR). The key focus of the Berlin-based collective is the transformation of public spaces. Their work is characterised by minimal architectural and horticultural interventions in the respective found setting. In this way they open up frequently isolated, overgrown or abandoned, fallow inner-city green spaces, but also gardens and parks, invest them with new aesthetic appeal and make them accessible (or return them) to public use.

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